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Alfons Schilling, Chicago Riot, Burning Car, 1970, Linsenrasterfotografie / Sammlung OstLicht
Alfons Schilling, Chicago Demo, 1968, Linsenrasterfotografie / Sammlung OstLicht
Kleiner Vogel, Alfons Schilling auf dem Dach von 491 Broadway, New York, 1978, Foto von Janice Everett / Nachlass Alfons Schilling
Alfons Schilling, Filmkader aus "Jackie Curtis", 1970, 16 mm, s/w, stumm, 1:10 Min. / Nachlass Alfons Schilling
Alfons Schilling, 1986, Hologramm / Nachlass Alfons Schilling
Alfons Schilling, Standfoto aus "9XL - Es war einmal", 1965, 35 mm, s/w, Ton, 13 Min. / Nachlass Alfons Schilling

ALFONS SCHILLING

BEYOND PHOTOGRAPHY


In Bewegung setzen, in Bewegung sein – den rebellischen Forschergeist, der Alfons Schilling (1934-2013) von der Akademie für angewandte Kunst in Wien, wo er mit Günter Brus den Aktionismus vorbereitet hatte, 1962 nach Paris und New York trieb, bewahrte sich der Künstler über seine lange Karriere auch in den fotografischen Arbeiten. Sie treiben das Medium weit über die Grenzen der klassischen Fotografie hinaus und erscheinen als missing link zwischen den Bewegungsstudien eines Eadweard Muybridge aus dem 19. Jahrhundert und gegenwärtigen Formen des Cyberspace. Die Kippbilder seiner Linsenrasterfotografien dynamisieren den Blick und verschmelzen mehrere Aufnahmen in einem Bild. Hologramme und Stereofotografien öffnen die Bildoberfläche zu einem virtuellen Raum. Wer heute mit head-mounted Displays 3-D-Welten bereist, wandelt auf Pfaden, die Schilling schon in den Siebzigerjahren beschritten hat. Die Ausstellung legt den Fokus erstmals auf die erweiterte Fotografie des Visionärs und zeigt sie im Kontext ausgewählter Sehmaschinen, Malerei und filmischer Experimente. Thema seines bahnbrechenden Schaffens ist eine Kritik der Wahrnehmung, die Entfesselung des Sehens selbst: „It’s not what‘s on the picture – it’s what is behind it.“

Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass Alfons Schilling. Begleitend erscheint eine Publikation im Verlag für moderne Kunst Wien mit Texten von Roland Fischer-Briand, Erkki Huhtamo, Romana Karla Schuler, Andreas Spiegl, Felicitas Thun-Hohenstein, Peter Weibel sowie den AusstellungskuratorInnen Rebekka Reuter und Fabian Knierim.

Die Publikation kann hier bestellt werden.

Ausstellungsdauer 14.2. – 14.5.2017
Di, Mi, Fr, 14-19h, Do 14-21h, Sa, Sa, Fei 11-19h, montags geschlossen

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Die Fotogalerie der Eröffnung finden Sie hier