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Making of „9/11“ (von Tom Kaminski, 2001), 2013 © Jojakim Cortis & Adrian Sonderegger
Making of „Tian’anmen“ (von Stuart Franklin, 1989), 2013 © Jojakim Cortis & Adrian Sonderegger
Making of „Death of a Loyalist Militiaman, Córdoba front, Spain, early September 1936” (von Robert Capa, 1936), 2016 © Jojakim Cortis & Adrian Sonderegger
Making of „AS11-40-5878“ (von Edwin Aldrin, 1969), 2014 © Jojakim Cortis & Adrian Sonderegger

 

CORTIS & SONDEREGGER
ICONS
14.09.–21.10.2018
VERLÄNGERT BIS 28.10.2018

Parallel zur World Press Photo 18 Ausstellung zeigt WestLicht in der oberen Galerie eine Auswahl von Arbeiten von Jojakim Cortis und Adrian Sonderegger. In ihrer Serie Icons baut das deutsch-schweizerische Künstlerduo seit 2013 Ikonen der Fotogeschichte als dreidimensionale Dioramen in seinem Atelier nach. Die Modelle werden anschließend fotografiert. Dabei entstehen Bilder, die den Vorlagen bis aufs Haar zu gleichen scheinen.

Die bruchlose Illusion wird allerdings sofort unterlaufen, indem das Studiosetting und die Spuren des Arbeitsprozesses mit ins Bild geholt werden. Szenen, die sich tief ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben – die brennenden Twin Towers, Robert Capas fallender Milizionär im spanischen Bürgerkrieg oder Stuart Franklins Aufnahme des „Tank Man“ vom Tian’anmen Platz, 1990 mit einem World Press Photo Award ausgezeichnet – erheben sich zwischen Stativen, Softboxen, Stanleymessern und den Resten von Modellbausätzen.

Icons
ist zugleich eine Hommage an die Fotogeschichte, eine humorvolle Aneignung ihrer Säulenheiligen und – in der doppelten Inszenierung von Motiv und Ateliersituation – Reflexion über die Funktionsweisen des Mediums. In Zeiten, in denen an zu vielen Orten mit alternativen Fakten hantiert wird, animieren die Bilder von Cortis & Sonderegger zum Nachdenken über die fragile Wahrheit der Fotografie, das Verhältnis von Authentizität und Konstruktion und die Bedeutung von Kontext und Perspektive.