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Vivian Maier, Selbstporträt, New York, 1953 © Estate of Vivian Maier, Courtesy of Maloof Collection and Howard Greenberg Gallery, NY
Vivian Maier, Selbstporträt, 1956
Vivian Maier, New York, 10. April 1955
Vivian Maier, Florida, 9. Januar 1957
Vivian Maier, Selbstporträt, 1978
Vivian Maier, Mai 1979
Vivian Maier, Selbstporträt, undatiert

 

VIVIAN MAIER
STREET PHOTOGRAPHER

29.05.–19.08.2018

Die Entdeckung des Werks von Vivian Maier schlug 2009 ein wie eine Bombe. Die Geschichte der bis dato völlig unbekannten Fotografin, die sich ihren Unterhalt zeitlebens als Kindermädchen verdient hatte und deren Archiv auf einer Zwangsauktion eher zufällig in die Hände eines jungen Sammlers geraten war, begeisterte die Öffentlichkeit weit über die klassischen Fotozirkel hinaus. WestLicht holt die Arbeiten der US-amerikanischen Fotografin (1926–2009) mit väterlichen Wurzeln in der k.u.k. Monarchie zum ersten Mal nach Österreich.

Postum und gleichsam über Nacht wurde Vivian Maier zum Star, in einem Atemzug genannt mit Größen wie Henri Cartier-Bresson, Robert Frank, Lee Friedlander oder Diane Arbus. Tatsächlich wirken viele ihrer seit den 1950er-Jahren in den Straßen von New York und Chicago entstandenen Arbeiten wie unmittelbare Klassiker. Mit ihrem Gespür für den Moment und ihren souveränen Kompositionen beansprucht Maier nachhaltig einen Sitz im traditionell männlich dominierten Olymp der Street Photography. Ihre zahlreichen Selbstporträts in Spiegeln und Schaufenstern im Stadtraum brechen dabei mit der oft entlang archaischer Jäger-Beute-Schemata und konventioneller Geschlechterrollen konstruierten Erzählung des Genres.

Die Ausstellung Vivian Maier. Street Photographer wurde kuratiert von Anne Morin, diChroma Photography, Madrid, und Rebekka Reuter, WestLicht.

Vitrinenpräsentation kuratiert von Nadja Köffler, Universität Innsbruck

>> STEFANIE MOSHAMMER. THERESE 29.05.–19.08.2018