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WORLD PRESS PHOTO 11

+ OBEKTIV 2011

09.09.2011 - 09.10.2011



WestLicht. Schauplatz für Fotografie zeigt vom 9. September bis 9. Oktober 2011 die Ausstellung World Press Photo 11.

In diesem Jahr zeichnete die Jury 56 Fotografen aus 23 Ländern in neun Kategorien aus. Eingereicht wurden insgesamt 108.059 Bilder von 5.847 Fotografen aus 125 Ländern. Die Bilder wurden nach ihrem Nachrichtenwert und der kreativen Leistung des Fotografen bewertet. Alle preisgekrönten Fotografien des Wettbewerbs werden in einer Wanderausstellung gezeigt.

Nach den Richtlinien von WORLD PRESS PHOTO müssen die Fotos des Jahres von „großer fotojournalistischer Bedeutung“ sein und sich durch „außerordentliche Qualität der visuellen Perzeption und Kreativität“ auszeichnen. Mit anderen Worten: die Bilder werden aufgrund ihres Nachrichtenwerts, ihres Inhalts und des individuellen, stilistischen Herangehens an diesen Inhalt ausgewählt.

Über 16.000 Interessierte besuchten die Ausstellung im Jahr 2010 im WestLicht. Dieses Jahr findet die Schau bereits zum zehnten Mal in unserem Wiener Fotomuseum statt. Auch diesmal wird es wieder drei Apple Computer geben, auf denen Besucher die Bilder aller World-Press-Photo-Wettbewerbe einsehen können.

Die ausgestellten Einzelaufnahmen und Fotoserien lassen das vergangene Jahr als Ikonen der Zeitgeschichte Revue passieren und zeigen auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Sport, Kultur, Umwelt und Wissenschaft.

Seit 1955 lädt der Vorstand der World Press Photo Foundation, einer unabhängigen Plattform des Fotojournalismus mit Sitz in Amsterdam, Pressefotografen und Fotojournalisten rund um den Globus zur Teilnahme am World-Press-Photo-Wettbewerb ein. Eine jährlich wechselnde, aus 13 Mitgliedern bestehende internationale Jury beurteilt die Einsendungen von Fotografen, Agenturen, Zeitungen und Magazinen aus aller Welt.

Jährlich sehen 2,5 Millionen Besucher in 45 Ländern die World Press Photo Wanderausstellung.

Das Jahrbuch mit allen preisgekrönten Einsendungen ist auch in diesem Jahr wieder in deutscher Sprache bei GFW PhotoPublishing erschienen. Da es die besten fotojournalistischen Arbeiten eines bestimmten Jahres enthält, ist dieser großformatige Bildband nicht nur Ausstellungskatalog, sondern auch ein eigenständiges, interessantes Zeit-Dokument.

World Press Photo wird von der Niederländischen Postleitzahl-Lotterie unterstützt und weltweit von Canon und TNT gesponsert. Weitere Informationen unter www.worldpressphoto.nl. Mit freundlicher Unterstützung von Econgas wird World Press Photo 11 in Wien gezeigt.


ZUSÄTZLICH ZEIGEN WIR DIESES JAHR OBJEKTIV 2011

Um die spannendsten, ausdrucksstärksten und witzigsten Arbeiten von Pressefotografinnen und -fotografen aus dem Inland vor die Linse zu holen, vergeben Canon Österreich und die APA – Austria Presse Agentur jährlich den Pressefotopreis "Objektiv". Der mit 24.000 Euro Warenwert dotierte Wettbewerb wurde 2011 zum sechsten Mal in Folge vergeben. Ausgezeichnet werden Fotografien, die stärkste inhaltliche Aussagekraft mit höchsten ästhetischen, technischen und gestalterischen Qualitätsstandards verbinden.

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World Press Photo des Jahres 2010

Jodi Bieber, Süd Afrika

Institute for Artist Management/Goodman Gallery for Time magazine


Bibi Aisha (18) wurde zur Strafe entstellt, weil sie aus dem Haus ihres Ehemanns in der Provinz Uruzgan, Zentralafghanistan, geflüchtet war. Sie war zu ihren Eltern zurückgekehrt und hatte über gewalttätige Behandlung bei ihren Schwiegereltern geklagt. Eines Nachts kamen Männer und forderten ihre Herausgabe, um sie für ihre Flucht bestrafen zu können. Aisha wurde auf eine Lichtung in den Bergen gebracht, wo sie auf Befehl eines Taliban-Anführers auf den Boden gedrückt wurde. Zuerst wurden ihr die Ohren abgeschnitten, dann die Nase. In dieser Region sagt man von einem Mann, den seine Frau entehrt haben soll, er habe seine Nase verloren. Der Verlust der Nase wird daher als gerechte Strafe angesehen. Aisha wurde zurückgelassen, aber später gerettet und in eine Zufluchtsstätte der Hilfsorganisation Women for Afghan Women in Kabul gebracht. Hier wurde sie ärztlich behandelt und bekam psychologische Hilfe. Anschließend wurde sie zur weiteren Behandlung und für plastische Chirurgie nach Amerika gebracht.

Martin Roemers
Niederlande
Panos Pictures
1. Preis Alltagsleben Fotoserien

Corentin Fohlen
Frankreich
Fedephoto
2. Preis Harte Fakten Fotoserien

Adam Pretty
Australien
Getty Images
1. Preis Sport Fotoserien

Daniel Berehulak
Australien
Getty Images
1. Preis Menschen in den Schlagzeilen Fotoserien

Joost van den Broek
Niederlande
de Volkskrant
2. Preis Porträts Einzelfotos

Feisal Omar
Somalia
für Reuters
1. Preis Alltagsleben Einzelfotos

Mike Hutchings
Südafrika
Reuters
1. Preis Sport Einzelfotos

Seamus Murphy
Irland
VII Photo Agency
2. Preis Menschen in den Schlagzeilen Einzelfotos

Péter Lakatos
Ungarn
MIT
1. Preis Harte Fakten Einzelfotos

Riccardo Venturi
Italien
Contrasto
1. Preis Reportagen Einzelfotos

Ed Kashi
USA
VII Photo Agency
2. Preis Aktuelle Themen Einzelfotos

Daniele Tamagni
Italien
2. Preis Kunst und Kultur Fotoserien

Stefano Unterthiner
Italien
für National Geographic
2. Preis Natur Fotoserien

Reinhard Dirscherl
Deutschland
für Mare
2. Preis Natur Einzelfotos

Davide Monteleone
Italien
Contrasto für The New York Times Style Magazine
2. Preis Kunst und Kultur Einzelfotos

Olivier Laban-Mattei
Frankreich
Agence France-Presse
1. Preis Reportagen Fotoserien

Wolfram Hahn
Deutschland
2. Preis Porträts Fotoserien

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