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Petra Ramsauer, Robert Newald, Fritz Hausjell, Rubina Möhring, Julia Herrnböck (v.l.n.r.)

Diskussion: Kriegsfotografie - Ist hinschauen Pflicht?
07.10.2013

„Hinzusehen ist eine menschliche Pflicht“, forderte Susan Sontag. Ob Kinderleichen in Syrien oder blutige Straßenschlachten in Ägypten – nicht selten gehen die gezeigten Szenen an die Grenze der Belastbarkeit. Ein verhungerndes Kind, hinter dem bereits ein Geier lauert. Muss man hinschauen? Darf man alles zeigen? Zwischen diesen zwei Polen pendelt das Dilemma der Kriegs- und Krisenfotografie, die immer wieder dokumentiert und beweist, aber auch in die Irre führt.
Dass das Thema die Menschen bewegt, bewies eindrucksvoll die Zahl der Besucher, die ins WestLicht gekommen waren, um dem Gespräch zu folgen: 280 Gäste drängten sich im Auditorium zwischen den Fotografien der World Press Photo Ausstellung – das Publikum beteiligte sich zum Abschluss des Abends mit zahlreichen Wortbeiträgen lebhaft an der Diskussion.

Es diskutierten:
Fritz Hausjell, Medienhistoriker der Universität Wien, Institut für Publizistik
Rubina Möhring, Präsidentin Reporter ohne Grenzen
Robert Newald, Fotograf
Petra Ramsauer, Journalistin & Krisenreporterin (NZZ, Zeit, News, Ha’aretz)

Moderation:
Julia Herrnböck, Redakteurin „Der Standard“


Fotos: Peter Jakadofsky (WestLicht)

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