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Herzlich willkommen im Pressebereich des WestLicht. Schauplatz für Fotografie. Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen und -bilder zum Programm.

Die Nutzung des Materials ist im Rahmen der aktuellen Berichterstattung kostenfrei. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne auch persönlich zur Verfügung. Verwendung des Bildmaterials ausschließlich in Zusammenhang mit WestLicht sowie unter Angabe der angeführten Copyrights:

Pressekontakt
Stefan Musil
+43 (0)676 9316665
musil@westlicht.com

 

WORLD PRESS PHOTO 19

PRESS PREVIEW, DONNERSTAG, 05.09.2019, 17 UHR
MIT
JOHN MOORE, GEWINNER WORLD PRESS PHOTO DES JAHRES, PULITZERPREISTRÄGER UND LEITENDER FOTOGRAF FÜR GETTY IMAGES, USA


ERÖFFNUNG: 05.09.2019, 19 UHR
LAUFZEIT DER AUSSTELLUNG: 06.09.–20.10.2019

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Das Weltgeschehen in der Westbahnstraße – ab 6. September machen mit der World Press Photo Ausstellung wieder die besten Pressefotografien in Wien Station. Zur Eröffnung holt WestLicht in Kooperation mit uncovr - der Originalquellendienst für Medien und Journalisten den Gewinner des  World Press Photo des Jahres, John Moore, nach Österreich. Im Rahmen der Press Preview wird er einen Einblick in seine Arbeit geben. Der Pulitzerpreisträger ist leitender Fotograf bei Getty Images und war vor seiner Rückkehr 2008 in die USA 17 Jahre lang als Korrespondent international stationiert, unter anderem in Südafrika, Mexiko, Ägypten und Pakistan.

Bereits zum achtzehnten Mal lassen im WestLicht die prämierten Einzelbilder und Fotoserien des World Press Photo Award als Ikonen der Zeitgeschichte das vergangene Jahr Revue passieren und zeigen auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Sport und Natur. 2018 zog das Event knapp 35.000 Besucher_innen, ein neuer Rekord.

Das von der Jury zum World Press Photo des Jahres gekürte Bild des US-amerikanischen Fotografen John Moore war zu einem Symbol für die restriktive Einwanderungspolitik der USA unter Präsident Trump geworden.  Die Aufnahme zeigt die weinende, knapp zweijährige Yanela Sanchez in Texas, nahe der Grenze zu Mexiko, während ihre Mutter Sandra von einem Beamten der Grenzpolizei durchsucht wird. Die aus Honduras stammende Frau und ihr Kind hatten sich im April 2018 im Süden Mexikos einem Flüchtlingszug Richtung USA angeschlossen und waren im Juni beim Versuch den Grenzfluss Rio Grande mit anderen Familien zu überqueren, von einer US-Patrouille festgenommen worden.

Am 6. April 2018 hatte US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions eine Null-Toleranz Zuwanderungspolitik ausgerufen und angekündigt, dass jeder, der versucht die Grenze illegal zu übertreten mit einem Strafverfahren zu rechnen habe. Bald danach häuften sich in den Medien Berichte, dass bei Festnahmen an der US-Grenze Kinder von ihren Eltern getrennt würden. Obwohl Yanela und ihre Mutter nicht zu den tausenden Getrennten gehörten, wurde Moore’s weltweit veröffentlichte Aufnahme zum Symbol des unmenschlichen Verfahrens und entwickelte sich zu einem viralen Phänomen. Die öffentliche Empörung führte schließlich dazu, dass Präsident Trump der Praxis am 20. Juni ein Ende setzte.

„Das Bild zeigt eine andere, psychologische Art der Gewalt“, würdigte Jury-Mitglied Alice Martins den Ausdruck des Siegerbildes und die Vorsitzende des Wettbewerbs, Whitney C. Johnson, sprach von einem „überraschenden, einzigartigen und relevanten Foto“. Für World Press Photo 2019 hatten sich rund 4.700 Fotograf_innen mit fast 80.000 Fotografien an dem Wettbewerb beteiligt.

„Es ist zutiefst bewundernswert mit welchem Einsatz, nicht selten unter Lebensgefahr, Fotografinnen und Fotografen Großes leisten, um uns die Geschehnisse in der Welt zu vermitteln und vor Augen zu führen. Gerade in Zeiten, wo es für die Journalisten immer gefährlicher wird, aus den Krisenregionen zu berichten, kann man diese Arbeit nicht hoch genug schätzen. Das macht auch den Wettbewerb der World Press Photo Foundation und die daraus folgende Ausstellung zum einzigartigen und bedeutenden Ereignis“, sagt WestLicht Vorstand Peter Coeln.

Seit 1955 schreibt die World Press Photo Foundation, eine unabhängige Plattform des Fotojournalismus mit Sitz in Amsterdam, den World Press Photo Contest aus. Eine jährlich wechselnde Jury beurteilt die Einsendungen von Fotograf_innen aus aller Welt. Das Ergebnis des renommierten Wettbewerbs, das jeweils als Wanderausstellung um den Globus tourt, gilt als wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie.

DRIES DEPOORTER & MAX PINCKERS
TROPHY CAMERA


Trophy Camera ist eine Kamera, die nur preisverdächtige Fotografien schießt. WestLicht zeigt die interaktive Installation des belgischen Fotojournalisten Max Pinckers (*1988) und seines Landsmanns Dries Depoorter (*1991) parallel zur World Press Photo Ausstellung in der Reihe zeitgenössischer fotografischer Positionen in der oberen Galerie. Pinckers und Depoorter haben die selbstkonstruierte Kamera auf Basis aller seit 1955 prämierten World Press Photos des Jahres so programmiert, das sie eine Fotografie nur dann speichert, wenn sie eine maximale Übereinstimmung mit den analysierten Kriterien und gesetzten Standards der preisgekrönten Aufnahmen festgestellt. Das Projekt fragt nach wiederkehrenden ästhetischen Strategien des Fotojournalismus und thematisiert jüngste Entwicklungen auf dem Gebiet der automatischen Bilderstellung. WestLicht Besucher_innen können die Kamera in der Ausstellung ausprobieren.