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Herzlich willkommen im Pressebereich des WestLicht. Schauplatz für Fotografie. Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen und -bilder zum Programm.

Die Nutzung des Materials ist im Rahmen der aktuellen Berichterstattung kostenfrei. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne auch persönlich zur Verfügung. Verwendung des Bildmaterials ausschließlich in Zusammenhang mit WestLicht sowie unter Angabe der angeführten Copyrights:

Pressekontakt
Stefan Musil
+43 (0)676 9316665
musil@westlicht.com

 

WESTLICHT FEIERT 180 JAHRE FOTOGRAFIE

MONTAG, 19. AUGUST 2019, AB 14 UHR

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Es war der 19. August 1839, als die französische Akademie der Wissenschaften der staunenden Öffentlichkeit eine revolutionäre Errungenschaft präsentierte: Louis Jacques Mandé Daguerre und sein kurz zuvor verstorbener Landsmann Joseph Nicéphore Niépce hatten ein Verfahren entwickelt, mit dem die Welt auf silberbeschichteten Kupferplatten erstmals dauerhaft abgebildet werden konnte. Damit jährt sich die offizielle Geburtsstunde der Fotografie heuer zum 180. Mal.

„Die Fotografie hat unsere Welt maßgeblich verändert“, sagt der Sammler und Gründer des Wiener Fotomuseums WestLicht Peter Coeln. „Und ihre Faszination ist, wie die mehr als 1,1 Millionen, vorwiegend jungen Besucher_innen unserer 120 Ausstellungen in den letzten 18 Jahre zeigen, bis heute ungebrochen“.

Das 180-jährige Jubiläum des heute täglich rund 3,2-milliardenfach genutzten Mediums feiert WestLicht mit einem Tag der offenen Tür und einem vielfältigen Festprogramm. Neben stündlichen Führungen durch das neu gestaltete Kameramuseum, einem Shooting mit dem Daguerréotype von 1839, der Vorführung des historischen Kollodium-Nassplattenverfahrens, Photobooth, Vintage Photobooks und Posterflohmarkt erwarten die Besucher_innen eine Diskussion zur Frühgeschichte der Fotografie in Österreich und sommerliche WestBar Drinks im Innenhof.

Den Höhepunkt des fotografischen Feiertages bildet eine Sonderausstellung früher Daguerreotypien aus der Fotosammlung OstLicht, mit zusätzlichen Leihgaben des Photoinstitut Bonartes. Wie die bürgerlichen Porträts unter Glas – häufig in Lederetuis mit Samtfutter – und reizvolle Stereoplatten, aber auch seltene Beispiele früher Veduten und medizinischer Dokumentationen zeigen, hat das erste kommerziell genutzte fotografische Verfahren bis heute nichts von seiner Faszinationskraft eingebüßt.

Absehbarer Publikumsmagnet wird dabei der Susse Frères Daguerréotype, die erste kommerziell hergestellte Kamera der Welt, sein. Diese Kamera wurde im August 1839 nach den Plänen Daguerres gebaut und bereits am 23. August in der "Gazette de Paris" beworben. Sie ist das einzig erhaltene Exemplar und das Herzstück und historisch wertvollste Objekt des WestLicht Kameramuseums, das in künftig regelmäßig geplanten Überblicksführungen noch zahlreiche weitere verblüffende Entwicklungen wie eine Brieftaubenkamera aus 1910 oder trickreiche Spionagekameras präsentiert.

Dass die Erfindung der Fotografie vom ersten Moment an hervorragend funktionierte, wird mit einer Sonderausstellung von Porträts bekannter Persönlichkeiten demonstriert, die Peter Coeln mit dem Susse Frères Daguerréotype aufgenommen hat, darunter das erst kürzlich entstandene Porträt von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein.

In Kooperation mit der Landesinnung der Berufsfotografen wird als weiteres Highlight das historische Kollodium-Nassplattenverfahren vor Ort vorgestellt. Diese Technik wurde Mitte des 19 Jahrhunderts entwickelt. „Fotografie hat die Gesellschaft im Sturm erobert und hat sich dabei schon immer sehr stark weiterentwickelt. In unserer digitalen Zeit haben Bilder einen höheren Stellenwert als je zuvor. Wichtig ist uns, dass das Handwerk dahinter nicht verloren geht und daher ist es so schön, dass heute gleich zwei historische Techniken hier im Westlicht präsentiert werden“, sagt Ulrich Schnarr, Innungsmeister der Berufsfotografen in Wien. Fotografiert und entwickelt werden die Bilder durch den Wiener Fotografen Markus Hofstätter.

Abgerundet wird der Tag der offenen Tür um 19 Uhr mit einer Podiumsdiskussion über die Anfänge der heimischen Fotografie und ihre bahnbrechende Rolle. Peter Coeln im Gespräch mit der Fotohistorikerin und Direktorin des Photoinstituts Bonartes Monika Faber und Simon Weber-Unger, Kunsthändler, Verleger und Experte für historische wissenschaftliche Instrumente.