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UNGARN 56

BILDER EINER REVOLUTION

20.10. bis 29.1.2017

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Stefan Musil
T +43 (0)676 931 66 65

musil(at)westlicht.com

Aus Anlass des 60. Jahrestags der Ungarischen Revolution zeigt das Fotomuseum WestLicht eine Ausstellung mit eindringlichen Dokumenten der dramatischen Ereignisse, die im Herbst 1956 die Weltöffentlichkeit in Atem hielten. Was am 23. Oktober als Großdemonstration von Studierenden für demokratische Reformen begonnen hatte, wuchs sich rasch zu einem bewaffneten Kampf gegen die Einparteiendiktatur der kommunistischen Regierung und die sowjetische Besatzung aus, der von breiten Bevölkerungsschichten unterstützt wurde. Für wenige Tage schien der Sieg der Reformkräfte greifbar. Mit dem Einmarsch weiterer sowjetischer Truppenverbände am 4. November wurden die Aufstände jedoch brutal niedergeschlagen und mit dem Kabinett um János Kádár eine pro-sowjetische Regierung installiert. Mehrere tausend Tote waren auf ungarischer Seite zu beklagen, knapp 700 Soldaten der sowjetischen Armee ließen ihr Leben.

Als Kristallisationspunkt in der Ost-West-Konfrontation rückte der Aufstand Budapest über Tage in den Fokus der westlichen Medien. Zahlreiche Fotografen und Korrespondenten versorgten die Öffentlichkeit mit Nachrichten aus der ungarischen Hauptstadt, bevor die heraufziehende Suezkrise die Revolution aus den Schlagzeilen verdrängte.

Die Ausstellung vereint Vintage Prints internationaler FotografInnen, die im Herbst 1956 für Magazine wie Life und Paris Match aus Budapest berichteten, darunter etwa Magnum-Mitglied David Hurn, Mario De Biasi, oder Stern-Reporter Rolf Gillhausen, die ihren jeweils eigenen Blick auf das Geschehen warfen. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist den Arbeiten des österreichischen Magnum-Fotografen Erich Lessing gewidmet, der wichtige Leihgaben aus seinem Archiv zur Verfügung stellt. Wie kein zweiter hat Lessing mit seinen Fotografien das Bild der ungarischen Revolution geprägt. Der Aufstand und sein blutiges Ende resultierten nicht zuletzt in einem bis dahin ungekannten Flüchtlingszug Richtung Österreich. Mehr als 180.000 Menschen passierten in den Wochen nach dem 4. November die ungarisch-österreichische Grenze und wurden wenigstens anfänglich von einer Welle der Solidarität empfangen. Freilich verblieb nur ein geringer Teil der Flüchtlinge im Land, die Mehrzahl zog weiter in andere Staaten Europas und in Übersee, die sich zur Aufnahme bereiterklärt hatten. Die massenhafte Flucht und die spontane Hilfsbereitschaft der Bevölkerung haben sich tief in das kollektive österreichische Gedächtnis eingeschrieben und gehören zu den identitätsstiftenden Erzählungen am Beginn der Zweiten Republik. In Zusammenhang mit den insbesondere durch den Syrienkonflikt hervorgerufenen Fluchtbewegungen der vergangenen Monate wurde in der österreichischen Öffentlichkeit vielfach auf die Ereignisse von 1956 Bezug genommen. Den Bildern der Flucht von damals stellt die Ausstellung deshalb aktuelle Arbeiten zeitgenössischer Fotografen an die Seite, die 2015 die Flüchtenden auf ihrem Weg durch Ungarn und Österreich begleitet haben.

Mit Fotografien von Dominique Berretty, Hannes Betzler, István Bielik, Mario De Biasi, René Burri, Miklós Déri, Anders Engman, Rolf Gillhausen, Ernst Haas, Kristóf Hölvényi, David Hurn, János Kummer, Lisa Larsen, Erich Lessing, Russ Melcher, Jean-Pierre Pedrazzini, Florian Rainer, Massimo Vitali und Lutz Weitz.

Dr. Erwin A. Schmidl, Hofrat, Univ.-Doz., ist Historiker und leitet das Institut für Strategie und Sicherheitspolitik der Landesverteidigungsakademie in Wien und den dort angesiedelten Fachbereich der Zeitgeschichte. Er ist Präsident der Militärhistorischen Kommission in Österreich und hat in der Vergangenheit verschiedentlich zum Thema Ungarn 1956 publiziert, darunter Die Ungarnkrise 1956 und Österreich, 2003, und zusammen mit László Ritter The Hungarian Revolution 1956, 2006.

WestLicht. Schauplatz für Fotografie

Westbahnstraße 40A-1070 Wien

Tel +43 (0)1 522 66 36 60

www.westlicht.com

MAECENAS-PREIS 2016

geht an Peter Coeln und WestLicht


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Peter Coeln bekam am Mittwoch Abend von Barbara Rett im Hotel Imperial den diesjährigen MAECENAS-Preis in der Kategorie „Klein- und Mittelbetriebe“ überreicht. Aus über 230 Einreichungen in 3 Kategorien setzte sich die Peter Coeln GmbH für die Initiative Fotomuseum WestLicht durch.
Die Jury würdigt damit diese einzigartige Bemühung, die Peter Coeln „zur Förderung der Fotografie aufgebaut hat“.
„Ich freue mich, dass uns der Erfolg recht gibt. Die Fotografie wird heute viel stärker wahrgenommen, als noch vor 15 Jahren“, sagt Peter Coeln. Seit der Gründung 2001 kamen rund eine Million BesucherInnen in das Fotomuseum. Vor allem junge Menschen begeistern sich für die Fotografie. So liegt der Altersdurchschnitt der WestLicht-Besucher bei 25 Jahren, freut sich Peter Coeln.
Doch er blickt nicht nur zurück: „Als Fotograf, Museumsgründer und Sammler verfolge ich seit langem den Traum von einem umfassenden, staatlichen ,Haus für Fotografie’, wie es in den meisten Weltstädten längst fixer Bestandteil des kulturellen Angebots ist.“

Im Juni 2001 öffnete WestLicht seine Tore und fasziniert mittlerweile jährlich rund 80.000 fotografie- und kamerabegeisterte BesucherInnen. In den vergangenen 15 Jahren konnten über 100 verschiedene Ausstellungen und zahlreiche Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des Fotomuseums bestaunt werden.
Die Peter Coeln GmbH bzw. der Leica Shop veranstalteten in den letzten 14 Jahren 45 Auktionen für Kameras und Fotografie.
Die Kamera-Auktion ist die erfolgreichste ihrer Art, mit 96 der 100 teuersten, jemals weltweit verkauften Kameras.
WestLicht beherbergt eine einzigartige Sammlung von Kameratechnik aus 177 Jahren Fotogeschichte. Das Highlight ist die erste und einzig bekannte kommerziell hergestellte Kamera der Welt - der „Susse Frères Daguerréotype“ von Louis Daguerre.     

Das unabhängige Wirtschaftskomitee Initiativen Wirtschaft für Kunst vergibt seit 1989 alljährlich den Österreichischen Kunstsponsoringpreis MAECENAS in Kooperation mit dem ORF an Unternehmer und Unternehmen für die Förderung von Kunstprojekten, die ohne diese Unterstützung nicht hätten verwirklicht werden können. Bereits zum dritten Mal wird auch ein Sonderpreis an österreichische Kulturanbieter vergeben.

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