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Ernst Hausknost (1906–1996)
Hahnenkammrennen in Kitzbühel
Österreich, Tirol, Bad Gastein, 1948
Silbergelatineabzug auf Agfa-Brovira, 13 x 18 cm
Rücks. Fotografenstempel

Das Hahnenkammrennen, heute Höhepunkt des jährlichen Schizirkus, wurde erstmals 1931 ausgetragen. Damals gab es noch keine festgelegte Rennstrecke, vielmehr wechselten die Austragungsorte im Kitzbüheler Skigebiet mehrfach. Erst in den 1950er Jahren etablierten sich die „Streif” und der „Ganslern” als fixe Bestandteile des Hahnenkammrennens. Später kamen dann noch die Abschnitte „Startschuss”, „Mausefalle”, „Steilhang Einfahrt” sowie „Alte Schneise” und „Hausberg” dazu.

Das vorliegende Reportagefoto aus einer Wintersportserie veranschaulicht deutlich, wie viel sich in den sechzig Jahren seit dieser Aufnahme geändert hat: Die Rennläufer beteiligten sich daran die Piste herzurichten, das Aufwärmen konnte man sich sparen – der Aufstieg erfolgte zu Fuß, die Kleidung war alles andere als aerodynamisch und Helme kannte man auch noch nicht.

Der Sieger von 1948 war der Tiroler Hellmut Lantschner, der die Abfahrt gewann und den Slalom am Ganslern als Dritter beendete. An den Rennen beteiligten sich auch Offiziere der britischen Besatzungsmacht und auch Mitglieder des Niederländischen Skiverbandes hatten Chancen! Das internationale Interesse an dem Spektakel war auch 1948 schon groß, Zeitungen und der Rundfunk berichteten und die Sportler wurden vors Mikrophon gebeten.

Der Pressefotograf Ernst Hausknost war nach dem Krieg hauptsächlich für die Salzburger Festspiele und als Standfotograf beim Film tätig. Daneben betrieb er ein Atelier in Fuschl und lieferte als freier Fotograf Bildreportagen für verschiedene österreichische und deutsche Zeitungen und Magazine. Zwischen 1955 und 60 war er Hausfotograf des Varietés Ronacher und des Stadttheaters Baden, weiters tätig für das Reinhardt-Seminar und die Löwingerbühne. Ab 1957 bis ins hohe Alter (1992) arbeitete er als Hausfotograf des Theaters in der Josefstadt. Für zahlreiche Künstlerbiografien und Festschriften des Theaters in der Josefstadt fotografierte er Künstlerporträts.

Ulla Fischer-Westhauser, © WestLicht

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